Mit dem Rosso Veronese Capitel della Crosara hat man im Hause Montresor dem Valpolicella der gleichen Linie gewisserrmaßen eine kleine Bruder zur Seite gestellt. Natürlich ist der Rosso Veronese kein Valpolicella, zumindest nicht nach DOC-Richtlinien. Allerdings weckt der Rebsortensatz des Rosso Veronese durchaus Erinnerungen an den Valpolicella, was sich auch im aromatischen Gesamtkomposé bemerkbar macht.
Der Valpollicella Capitel della Crosara wird zur Verfeinerung dem traditionellen Ripasso-Verfahren unterzogen. Dabei wird der bereits fertig fermentierte Wein im Frühjahr nochmals einer Fermentation unterzogen. Diesmal allerdings auf dem Trester des Amarone, was diesen Weinen besonders viel Körper, Struktur und auch Frucht mitgibt.
Der Amarone Capitel della Crosara von Montresor bildet die Spitze eines Dreigestirns aus der Capitel della Crosara-Linie. Somit reicht das Spektrum in der Capitel della Crosara-Familie von einem Rosso Veronese über einen Valpolicella Ripasso bis zum hier vorgestellten Amarone della Valpolicella Classico Capitel della Crosara.
Schon seit geraumer Zeit hat gerade der Valpolicella Capitel della Crosara fast schon Kultstatus erreicht und damit einen idealen Boden für den Amarone aus dem gleichen Haus bereitet.
An der Nase eröffnet der Wein sein Bouquet mit mit sauberen und klaren Duftnoten von Schattenmorellen, die sich recht nfrisch und fruchtig zeigen. Darauf folgen die intensiveren und dunklen Anklänge an Waldfrüchte bzw. eine bunten Korb von Waldbeeren (frutti di bosco). Die beiden fruchtigen Komponenten werden dann von zartherben Gewürznoten und sehr subtilen Andeutungen von Lorbeer sehr schön abgerundet. Den Schlussakkord bilden zarte Röstnoten mit einem Hauch von Vanille. Am Gaumen gibt sich der kleine Bruder des Valpolicella erheblich fruchtbetonter, wobei beide Komponenten, also die Kirschen einerseits und die dunklen Waldfrüchte andererseits auf Augenhöhe um die Gunst des Weintrinkers buhlen. Das Intro bilden wieder die Aromen saftiger frischer Schattenmorellen, im übrigen ein Typikum für die Weine aus den autochtonen Rebsorten des Valpolicella-Gebietes. Danach folgt mit gleicher Deutlichkeit der runde und dunkle Geschmack von Waldfrüchten bzw. Waldbeeren. Zart-herbe, grüne Andeutungen von frischem Lorbeer runden den recht fruchtbetonten Geschmack sehr schön ab und sorgen so für eine gewisse Lebendigkeit am Gaumen. Der Abgang hält vor allem die Kirscharomen, die Tannine deutlich, sauber und klar aber nicht aufdringlich. Klare, entschiedene und wohldosierte Säure. Ideal zu Kurzgebratenem, Thun- und Schwertfisch in pikanter Salsa, oder auch zu Wildbret. Ideale Trinktemperatur: 16 bis 18 Grad Celsius. Aus mittelgroßen Tulpen. Flaschengröße: 750 ml.
Im Glas gibt sich der Valpolicella Capitel della Crosara in einem kräftigen Rubinrot, mit brillanten, kirschroten Reflexen. Das Intro bilden leichtfüßige Veilchennoten, gefolgt von klaren sauberen Kirschnoten, die einen fleischigen und üppigen Charakter aufweisen. Dieser Geschmack erweist sich als die tragende Kraft in diesem Wein. Gelungen nun die Vervollständigung dieses Aromenreigens durch Waldbeeren, Mandeln, Zimt und einem Hauch von Piment. Alkoholgehalt: 13,5 %, Gesamter Trockenextrakt: 39,7 gr/l., Säuregehalt: 6,16 gr/l., Restzucker: 5 gr/l., Cuvee: Corvina Veronese, Rondinella und Molinara. Flaschengröße: 750 ml.
An der Nase eröffnet das Gewächs mit dezent-süßen, aber breiten und fetten Duftnoten von Buttercaramel. Danach folgen erheblich kräftiger Anklänge an dunkle, vollreife Herzkirschen in Alkohol zusammen mit einem recht üppigen und prallen Früchtekorb aus Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren und Preiselbeeren. Als Gegenspieler zu diesen sehr dichten und dunklen Fruchtaromen zeigen sich nun Noten von Zimt und Piment. Der Zimt vermittelt einen leicht pudrig-süßen Eindruck, während die Pimentnoten ihren herben Charakter ausspielen. Erst jetzt fällt einem auf, dass die leicht pudrigen Zimtnoten schon die ganze Zeit das Fruchtbouquet begleitet haben. Den Schlussakkord bilden etwas zurückhaltende Gerüche von Marzipan. Aber ohne jede Süße, vielmehr ein leicht cremiger Mandelduft. Am Gaumen schließlich zeigt der Amarone aus der Capitel della Crosara Familie sein hohes Maß an Korrespondenz. Wir treffen wieder auf die dunklen und vollreifen Herzkirschen, eingelegt in Alkohol, die einen sehr dichten und üppigen Eindruck am Gaumen hinterlassen. Danach folgen, wie auch an der Nase, Geschmacksnoten von Waldfrüchten, aus denen sich Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren und Preiselbeeren heraus erkennen lassen. Vor allem die Preisel- und Brombeeren erweisen sich als dominant. Beide fruchtigen Komponenten im Gesamtarrangement des Weines vermitteln immer den Eindruck frischer Früchte, zu keiner Zeit kippt der Aromenreichtum ins „marmeladige“. Die Wintergewürze bilden am Gaumen einen sehr schönen Gegenpol zu den intensivfruchtigen Aromen. Wieder ist es der Zimt mit einer leicht pudrigen Textur und der Piment mit seinen herb-parfumierten Anklängen, die diesen Wein gerade für die kalte Jahreszeit perfekt machen. Den Abschluß bildet ein sehr klar herausgearbeitetes Bittermandelaroma. Ein Typikum für die Weine aus dem Valpolicella. Der Abgang bewahrt noch sehr lange die Bittermandelaromen und die herben Attitüden der Waldfrüchte. Flaschengröße: 750 ml