Die Degustation des Lagrein Rosé von der Ersten & Neuen war wieder einmal eines jener denkwürdigen vinophilen Ereignisse, die sich einem einprägen. Noch nie hatten wir bislang einen solch gelungenen Rosé-Wein verkosten dürfen.
Doch lesen Sie selbst… .oder besser Sie probieren diesen begeisternden Wein!
An Nase packt einen eine aromatische Welle von intensiven Duftnoten nach eingekochten Himbeeren (Himbeergrütze). Rund, satt, saftig und unglaublich dicht waren unsere ersten Eindrücke. Danach folgen etwas zurückhaltende Noten von Wassermelonen, die eine feine luftige Frische mitbringen. Am Gaumen beweist der kräftige Rosé aus Südtirol seine Korrespondenz zur Nase. Fruchtig, sattes, saftiges Himbeeraroma. Wieder der aromatische Eindruck von Himbeergrütze bzw. eingekochten Himbeeren. So intensiv, dass man sich am liebsten den ganzen Gaumen mit diesem Aroma fluten möchte. Darauf folgend, erheblich zarter und zurückhaltender, wieder Aromen von Wassermelonen. Als Aperitif viel zu schade. Ideal zu kräftigen Vorspeisen und Gegrilltem (Fisch, Huhn oder Kalb). Ideale Trinktemperatur: 9 - 10 Grad Celsius, Alkohol: 12,5 % vol., Gesamtsäure: 5,9 g/l, Restzucker: 3,4 g/l, Flascheninhalt: 750 ml..
Sein Bouquet an der Nase eröffnet der solide Valpolicella mit klaren und deutlichen Duftnoten von frischen Veilchen, leicht parfumiert, aber gut eingebaut. Danach, etwas intensiver, frisch fruchtige Anklänge an Schattenmorellen. Auch am Gaumen zeigen sich zuerst leicht parfumierte Aromen von Veilchen, fast etwas frisch-grün in ihrem Auftritt. Danach, bemerkenswert saftig und frisch, der Geschmack von frischen Schattenmorellen, der typischen Aromakomponente der Valpolicella-Weine. Gegen Ende runden noch zarte Bittermandelnoten den Geschmack des Valpolicella Castel San Pietro sortentypisch ab. Insgesamt macht der Wein aus dem Hause Montresor einen recht gefälligen, man könnte auch sagen süffigen, Eindruck und gibt sich betont fruchtig. Ideal zu hellen Fleischgerichten (Kalb, Schwein, Kurzgebratenes vom Rind) zu Pasta aber auch zu kräftigen Fischgerichten. Ideale Trinktemperatur: 18 Grad Celsius. Aus mittelgroßen Tulpen. Flaschengröße: 750 ml.
An der Nase beginnt der Wein aus dem sudlichen Bardolino-Gebiet mit recht sortentypischen Noten von Kiefernharz und Veilchenblüten. Beides sehr fein und zurückhaltend, ohne aufdringlich zu werden. Danach folgen deutlich dichtere und kräftige Anklänge von Schattenmorellen die sich als sehr weich herausstellen. Zum Abschluß noch eine leichter Hauch von Vanille. Auch am Gaumen eröffnet der Gardasee-Klassiker mit leicht herb-würzigen Aromen die in erster Linie an Unterholz in einem Kiefernwald denken lassen und durch leicht parfumierte Anklänge an frische Veilchenblüten aufgelockert werden. Danach des eigentliche Kernthema eines jeden sortetypischen Bardolino: Satte und saftige Kirscharomen von frischen Schattenmorellen. Sehr schön die dichte und volle Frucht mit einer begeisternden Saftigkeit. Die Tannine überraschend zart und zurückhaltend, der Abgang hält noch die Kirschfrucht und die sehr feinen Tannine. Ideal zu leichten Grillgerichten, Pasta, Thunfisch und Schwertfisch. Ideale Trinktemperatur: 16 bis 18 Grad Celsius. Aus mittelgroße, nicht zu große Tulpen. Flaschengröße: 750 ml.
An der Nase eröffnet der Wein sein Bouquet mit mit sauberen und klaren Duftnoten von Schattenmorellen, die sich recht nfrisch und fruchtig zeigen. Darauf folgen die intensiveren und dunklen Anklänge an Waldfrüchte bzw. eine bunten Korb von Waldbeeren (frutti di bosco). Die beiden fruchtigen Komponenten werden dann von zartherben Gewürznoten und sehr subtilen Andeutungen von Lorbeer sehr schön abgerundet. Den Schlussakkord bilden zarte Röstnoten mit einem Hauch von Vanille. Am Gaumen gibt sich der kleine Bruder des Valpolicella erheblich fruchtbetonter, wobei beide Komponenten, also die Kirschen einerseits und die dunklen Waldfrüchte andererseits auf Augenhöhe um die Gunst des Weintrinkers buhlen. Das Intro bilden wieder die Aromen saftiger frischer Schattenmorellen, im übrigen ein Typikum für die Weine aus den autochtonen Rebsorten des Valpolicella-Gebietes. Danach folgt mit gleicher Deutlichkeit der runde und dunkle Geschmack von Waldfrüchten bzw. Waldbeeren. Zart-herbe, grüne Andeutungen von frischem Lorbeer runden den recht fruchtbetonten Geschmack sehr schön ab und sorgen so für eine gewisse Lebendigkeit am Gaumen. Der Abgang hält vor allem die Kirscharomen, die Tannine deutlich, sauber und klar aber nicht aufdringlich. Klare, entschiedene und wohldosierte Säure. Ideal zu Kurzgebratenem, Thun- und Schwertfisch in pikanter Salsa, oder auch zu Wildbret. Ideale Trinktemperatur: 16 bis 18 Grad Celsius. Aus mittelgroßen Tulpen. Flaschengröße: 750 ml.
Im Glas gibt sich der Valpolicella Capitel della Crosara in einem kräftigen Rubinrot, mit brillanten, kirschroten Reflexen. Das Intro bilden leichtfüßige Veilchennoten, gefolgt von klaren sauberen Kirschnoten, die einen fleischigen und üppigen Charakter aufweisen. Dieser Geschmack erweist sich als die tragende Kraft in diesem Wein. Gelungen nun die Vervollständigung dieses Aromenreigens durch Waldbeeren, Mandeln, Zimt und einem Hauch von Piment. Alkoholgehalt: 13,5 %, Gesamter Trockenextrakt: 39,7 gr/l., Säuregehalt: 6,16 gr/l., Restzucker: 5 gr/l., Cuvee: Corvina Veronese, Rondinella und Molinara. Flaschengröße: 750 ml.