Montresor Amarone della Valpolicella Riserva del Fondatore 2008 DOC Der Amarone della Valplicella Il Fondatore bildet den Grundstock des Amarone-Dreigestirns aus dem Hause Montresor. Kernstück eines jeden Amarone ist das Trocknen der Trauben in kleinen Kunsstoff- oder Holzkisten, in denen die Trauben in nur einer Schicht ausgelegt werden. Die Trauben trocknen so bis zum Februar des Folgejahres nach der Ernte. Dabei verlieren die Trauben bis zu 48 % ihres Wassergehaltes. Gleichzeitig werden aber Zucker, Polyphenole und andere Bestandteile der Trauben konzentriert. Das ist das eigentliche Geheimnis hinter jedem Amarone: Die Konzentration der Aromastoffe. Die Kunst des Winzers besteht nun darin das Aromabild des fertigen Amarone nicht zu sehr ins „marmeladige“ abkippen zu lassen, andererseits aber auch nicht alles an süßen Fruchtaromen (und wir sprechen hier keinesfalls von Restsüße!!!) durch einen massiven Holzeinsatz zu kontern. Ein schwieriger Balance-Akt, der vom Winzer ein sehr hohes Maß an Kunstfertigkeit verlangt. Organoleptische Eigenschaften Im Glas zeigt der Amarone Il Fondatore von Montresor ein sehr kräftiges und dunkles Rubinrot mit purpurroten Rändern. Die Farbe ist enorm dunkel, klar und von bestechender Brillanz. An der Nase begrüßt einen der Amarone von Montresor mit breiten, fetten, üppigen Duftnoten, die etwas buttriges an sich haben. Danach folgen sehr intensive, satte und dunkle Anklänge an vollreife Herzkirschen in Alkohol, die schon jetzt eine gewisse fruchtige Süße andeuten. Ergänzt wird das fruchtige Bouquet durch eine prallen Korb von Waldfrüchten, die recht frisch und saftig daherkommen. Dominant zeigen sich dabei vor allem Himbeeren. Als gelungene Abrundung folgen zum Schluß ein vegetabiles Potpourri aus Melisse, Rosmarin, grünen Walnüssen und zarten Veilchennoten. All dies etwas zurückhaltender als die fruchtigen Komponenten. Dunkle Herzkirschen in Alkohol bilden ein fulminantes Intro von sehr dichten und dunklen Aromen die sich satt und voluminös an den Gaumen schmiegen. Die Textur ist für einen Moment fast etwas sirupähnlich, wenn auch ohne jede Süße, doch von einer deutlichen Persistenz. Den Gegenpol bildet eine geschmackliche Komponente aus herben Waldfrüchten, wie etwa Preiselbeeren und Brombeeren, die sich als recht dominant erweisen. Der recht saftige und frisch-fruchtige Auftritt der Beerenfrüchte ist eine schöne Auflockerung des Kirschthemas. Den Abschluß bilden grün-würzige Aromen von Rosmarin, Melisse und zart parfumierte Anklänge an Veilchen. Der Abgang wird vor allemn von den sehr dichten Kirscharomen dominiert, die lediglich durch etwas zurückhaltendere Kräuteraromen abgerundet werden. Ein sehr schöner Vertreter seiner Zunft, denn zu keinem Zeitpunkt macht der Amarone Il Fondatore auch nur ansatzweise einen marmeladigen Eindruck. Vielmehr ist es sehr schön gelungen die Kirscharomen zu verdichten und dem Wein damit eine enorme fruchtige Tiefe zu geben. Ein sehr schöner Begleiter zu kräftigen Speisen, wie etwa geschmortes Wild oder Rind oder stark gereiftem Käse. Ideale Trinktemperatur: 18 – 20 Grad Celsius. Aus großen Tulpen. Vinifikation und Terroir Weinhänge im Herzen des Valpolicella Classico in der Nähe von Negrar. Antrocknen der Trauben bis ca. Ende Februar (Appassimento), danach lange Maischestandzeit und langsame Fermentation. Reifung in Fässern aus slawonischer Eiche für ca. 4 Jahre. Analytische Eigenschaften Alkoholgehalt: 15,5 %, Cuvee: Rondinella und Corvina Veronese. Flaschengröße: 750 ml.
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