Marco Sartori, der eigentliche Kopf der Azienda Agricola Roccolo Grassi, hat schon vor langen Jahren den Weinbaubetrieb seines Vaters übernommen und seither mit viel Konsequenz den gesamten Betrieb auf Qualität umgestellt. Das Ergebnis sind heute die faszinierendsten Valpolicella-Weine die sich finden lassen. Marco Sartori´s Weine glänzen durch eine unglaubliche, kaum zu bändigende Kraft, sauber klar konturierten Aromen und bei alledem eine beeindruckende Balance im Gesamtkomposé. Dies gilt für alle Kreszenzen aus seinem Weinkeller. Wir haben lange gesucht und mit den Gewächsen von Marco Sartori dann auch das Idealbild eines Amarone und eines Valpolicella gefunden. Organoleptische Eigenschaften Im Glas ein blickdichtes, dunkles Rubinrot mit kirschroten, fast rubinroten Rändern. Der Wein zeigt eine sehr deutliche Anhaftung mit intensiver Pigmentierung am Glas. Dennoch ist die Farbe klar, von wunderschöner Brillanz. Schon hier gibt der Amarone von Roccolo Grassi die Richtung vor: Dunkel mit einer schier endlosen Tiefe. An der Nase eröffnet der Amarone mit sauber nuancierten balsamischen Noten, die sich sehr klar und tief, aber eben auch etwas erfrischend geben. Danach folgt ein ganzer Korb an Waldfrüchten, intensiv und opulent: Heidelbeeren, Himbeeren und Erdbeeren liefern eine zarte fruchtige Süße, frisch und üppig. Vollfruchtige Brombeeren liefern eine zartherbe Komponente, die sich schon fast etwas sirupartig anmutet, so als hätte man Brombeeren ohne Zucker eingekocht. Danach folgen dichte und konzentrierte Noten von dunklen Herzkirschen in Alkohol, die immer noch die frisch-fruchtige Art der Kreszenz erkennen lassen. Dieser fruchtige Komplex bildet das Herz des Amarone Roccolo Grassi und wird uns auch am Gaumen mit derselben Bedeutsamkeit wieder begegnen. Danach folgen dunkle, malzig-herbe und würzige Anklänge von dunkler Brotkruste eines Sauerteigbrotes. Ergänzt wird diese würzige Andeutung durch Duftnoten von Fenchel und Koriander, würzig-parfumiert, und frischen, französischen Lavendel, frisch, parfumiert und leicht herb. Auch am Gaumen präsentiert sich uns zuerst der fruchtige Komplex aus dunklen Waldfrüchten. Die Aromen von frischen Walderdbeeren, Heidelbeeren und Himbeeren bilden eine sehr intensiven vollfruchtigen Auftakt mit einer zarten Fruchtsüße und bilden so den Schwingboden für die nun folgenden leicht herben Aromen von frischen Brombeeren. Das Brombeeraroma zeigt sich dicht und fast sirupartig am Gaumen, als hätte man Brombeeren zu Saft eingekocht. Aber immer mit dem Eindruck frischer Früchte. Den Abschluß des fruchtigen Aromareigens bilden, wie schon an der Nase, dunkle Herzkirschen in Alkohol mit ihrer frisch-fruchtigen und dennoch konzentrierten Art. Abgerundet wird der fruchtige Eindruck durch zurückhaltende Aromen von frisch gemahlenen Korianderkörnern, zartherb, parfumiert und würzig, und ebenfalls leicht herben Bittermandelnoten, die sich als recht sauber integriert darstellen. Der lange und intensive Abgang hält noch die Aromen der dunklen Herzkirschen in Alkohol, saftig, fruchtig, konzentriert, intensiv und anregend, gefolgt von zarten, fasst zurückhaltenden Bittermandelnoten. Einer der schönsten Weine denen wir je begegnet sind. Natürlich zu Wildbret, aber viel lieber als Meditationswein nach dem Essen. Ideale Trinktemperatur: 18 – 20 Grad Celsius. Aus großen Tulpen. Vinifikation und Terroir Weinhänge in der Gemeinde Mezzane im Valpolicella Est, Erziehungssystem: Veroneser Pergolen, Böden vulkanischen Ursprungs, stark basalthaltig, Antrocknen (appassimento) der Trauben bis zur ersten Dezemberwoche, anschließendes Entrappen des Traubengutes, Mazeration und Fermentation für 30 Tage im Barrique bis zum Abschluß der Alkoholgärung. Danach Verfeinerung für 26 Monate in französischen Barriques mit anschließender Reifung auf der Flasche für weitere 18 Monate. Analytische Eigenschaften Alkoholgehalt: 17 %, Cuvee: 60 % Corvina Veronese, 15 % Corvinone, 20 % Rondinella, 5 % Croatina, Flaschengrösse: 750 ml.
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