Stefano Campedelli von der Azienda Agricola Marion ist einer jener Winzer die immer wieder ihr besonderes Verhältnis zum Traubengut unter Beweis stellen. Allerdings ohne es zu wissen. Denn die Art und Weise wie sie mit Ihrem Rebstöcken und Weintrauben umgehen ist für Leute wie Stefano Campedelli selbstverständlich. Für uns ist es immer wieder ein Rätsel, wie man Mutter Natur so perfekte Weintrauben entlocken kann. Doch gerade das ist die Grundlage für Weine mit einer solch unglaublichen Ausdruckskraft wie die der Az. Agr. Marion. Organoleptische Eigenschaften Im Glas zeigt der Amaroine von Marion ein sehr tiefes, dunkles und kräftiges Rubinro mit durchgefärbten Rändern. Die Farbe ist enorm dicht, fasst undurchdringlich, aber dennoch klar, sauber, glänzend und mit sehr schönen Reflexen versehen. Schon an der Nase zeigt der Amarone-Wein von Stefano Campedelli seine Vielschichtigkeit. Eingangs sehr deutliche, fruchtige, balsamische Noten auf die ein fruchtiger Duftreigen gebettet wird: Zuerst schwarze Johannisbeeren mit ihrer herben frisch-fruchtigen Art, danach Anklänge an frische Himbeeren, fruchtig, saftig und mit zarter Süße, gefolgt von einem Potpourri aus Rum-Topf-Früchten, aus denen sich vor allem Erdbeeren hervorheben, süß, üppig und opulent. Danach folgen grüne, süße Duftnoten von Trockenblumen gefolgt von Andeutungen einer sehr dunklen und kräftigen Vollmilchschokolade mit deutlichen Kakaonoten. Den Abschluß bilden Gewürznoten aus pudrig-süßem Zimt und und zartherben und zitronigem Kardamom. Auch am Gaumen zuerst dunkle saftige und leicht herbe Aromen von frischen schwarzen Johannisbeeren, dominant und bestimmend im Gesamtkomposé. Danach folgen frische süße Aromen von vollreifen Himbeeren und einem satten Aromenspiel von Rum-Topf-Früchten, aus denen wieder die Erdbeeren besonders hervorstechen. Gekontert wird diese fruchtige Opulenz durch nicht zu aufdringliche Aromen grüner Walnußschalen, frisch und grün, die auch im Folgenden hintergründig bestehen bleiben. Den Schlußakkord bilden auch hier die satten dunklen Aromen einer Vollmilchschokolade mit sehr hohem Kakaogehalt, kräftig dunkel und nicht zu herb. Gefolgt von Wintergewürzen, insbesondere von süßem Zimt und zitronigem Kardamom. Insgesamt ein eher frisch gehaltener Amarone mit einer deutlichen Neigung zu Cassis-Aromen und durch seine leicht herbe Ausrichtung ein typischer Vertreter der Est-Fraktion. Dicht und dunkel, aber nie zu süß. Der Abgang hält noch lange die Cassis-Aromen. Die Tannine dicht, klar und sauber, aber nicht aufdringlich. Natürlich ein wunderschöner Begleiter zu jeder Art von Wildbret, aber eigentlich zum Essen viel zu schade. Trinken Sie „Ihn“ als Meditationswein, nur zum Genuß! Ideale Trinktemperatur: 18 – 20 Grad Celsius. Aus großen Tulpen. Vinifikation und Terroir Die Weinhügel liegen ca. 100 Meter ü.d.M. in der Gemeinde Marcellise im Valpolicella Est, Nord-Süd-Ausrichtung, Ertnte der Trauben im September, Appassimento der Trauben bis Mitte Dezember bis Anfang Januar, die Trocknung erfolgt ohne weitere technische Hilfsmittel in kleinen Holzkisten, danach wird das Traubenmaterial entrappt und in Inox-Stahlbehältern mit natürlichen Hefen fermentiert. Verfeinerung in Fässern zu 350 Liter aus slawonischer Eiche für 36 Monate. Analytische Eigenschaften Alkoholgehalt 15,50%, Trockenextrakt 35 gr/lt, Restsäure 6,00 gr/lt Restzucker 7,9 gr/lt, Flascheninhalt: 750 ml
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