Der Name dieses Valpolicella Ripasso stammt von den gleichnamigen Hügellagen Capitel della Crosara im historischen Gebiet von Negrar im Herzen des Valpolicella Classico. Beim Ripasso-Verfahren wird der bereits fertig fermentierte Wein im Frühjahr nochmals einer Fermentation unterzogen. Diesmal allerdings auf dem Trester des Amarone, was diesen Weinen besonders viel Körper, Struktur und auch Frucht mitgibt. Organoleptische Eigenschaften Im Glas gibt sich der Valpolicella Capitel della Crosara in einem kräftigen Rubinrot, mit brillanten, kirschroten Reflexen. Die Farbe ist dicht und von bemerkenswerter Klarheit. Sein Parfum an der Nase eröffnet der Valpolicella Capitel della Crosara zunächst mit blumigen Anklängen an Veilchen. Nach diesem frisch-blumigen Auftakt folgen nun die für die Corvina-Traube typischen fleischigen und satten Kirschnoten, die durch zarte Waldbeeraromen aufgelockert werden. Abgerundet wird dieser frisch-fruchtige Einstieg durch Aromen von Mandeln, Zimt und herben Gewürzen (Piment und Koriander). Schon an der Nase verrät dieser Ripasso sehr viel über seine Kraft und seinen stoffigen Charakter. Am Gaumen erleben wir schließlich ein ähnliches Schauspiel der Aromen wie schon an der Nase. Das Intro bilden wieder leichtfüßige Veilchennoten, gefolgt von klaren sauberen Kirschnoten, die einen fleischigen und üppigen Charakter aufweisen. Dieser Geschmack erweist sich jetzt auch als die tragende Kraft in diesem Wein. Gelungen nun die Vervollständigung dieses Aromenreigens durch Waldbeeren, Mandeln, Zimt und einem Hauch von Piment. Zum Finale hin zeigen sich noch delikate Bittermandelnoten. Der Abgang wird vor allem durch die Kirschnoten getragen. Der Valpolicella Capitel della Crosara ist ein klassischer Vertreter der Ripasso-Fraktion. Ideal zu Schmorgerichten, kräftiger Pasta. Optimale Trinktemperatur ca. 18 Grad C., aus mittelgroßen Tulpen. Vinifikation und Terroir Im Hügelgebiet des Valpolicella Classico, Landkreis Negrar, ca. 300 m über dem Meeresspiegel. Der Boden wird von verschiedenen Geröllarten bestimmt: Heller Mergel, Tuffstein vulkanischen Ursprungs und Kalkschotter. Die Trauben werden Mitte Oktober gelesen, entrappt und dann traditionell in großen Gärbehältern schonend fermentiert, um eine optimale Aromaausbeute zu gewährleisten. Die Vinifizierung findet unter kontrollierten Bedingungen und bei niedrigen Temperaturen statt. Nach der Fermentation wird der Wein in Stahltanks zwischengelagert. Im Frühjahr des Folgejahres (April) erfolgt dann die zweite Fermentation auf dem Trester des Amarone, was diesem Wein besonders viel Körper, Struktur und auch Frucht mitgibt. Anschließend erfolgt eine Reifung in großen Holzfässern. Für vier Monate werden ca. 30 % des fertigen Valpolicella Ripasso in Barriques gelegt. Anschließend erfolgt die Umfüllumg und Stabilisierung. Analytische Eigenschaften Alkoholgehalt: 13,5 %, Gesamter Trockenextrakt: 39,7 gr/l., Säuregehalt: 6,16 gr/l., Restzucker: 5 gr/l., Cuvee: Corvina Veronese, Rondinella und Molinara. Flaschengröße: 750 ml.
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