Corte Sant´Alda
Valpolicella Superiore Mithas 2006 DOC
Organoleptische Eigenschaften
Im Glas zeigt sich der Valpolicella Mithas in einem sehr dunklen Rubinrot, schon fast Schwarzrot mit starker Anhaftung am Glas, dabei von klarer Farbe mit dennoch schier undurchdringlicher Dichte und sehr schönen Glanzlichtern. An der Nase eröffnet der Mithas sein Bouquet mit florealen Note, die an Wiesenblumen erinnern, um dann mit den folgenden erdigen Anklängen an Unterholz, den Boden für die satten und kräftigen Aromen nach Brombeeren in Alkohol zu bereiten. Hier zeigen sich nun die klassischen Grundtöne des Valpolicella Est. Aufgefrischt wird diese pralle Opulenz durch vegetabile Attitüden nach grünem Johannisbeerholz und findet in Ausklängen nach Kaffee und Kakao einen gelungenen Abschluß. Schon hier an der Nase bekommt man ein Vorahnung der gewaltigen Struktur, die einen nun am Gaumen erwartet. Hier eröffnen die schon erwähnten Brombeeren in Alkohol das Aromenspiel und zeigen sich letztlich auch dominant gegenüber den nun folgenden erdigen Unterholznoten, die durch grünes Johannisbeerholz mit einer frischen Komponente untermalt werden. Der bereits an der Nase wahrgenommene Kaffee führt auch hier zum Finale. Der Abgang erweist sich als äußerst lang und persistent, getragen von feinen eleganten, jedoch stets präsenten Tanninen, die die Erinnerungen an Brombeeren und Kaffee wieder aufleben lassen.
Insgesamt zeigt sich uns der Valpolicella Mithas als Kreszenz von absolutem Charakter und er dürfte wohl zu den besten Valpolicella-Weine zählen, die im Veneto produziert werden.
Vinfikation und Terroir
Im Hügelgebiet des Valpolicella Est Landkreis Mezzane di Sotto, in der Nähe von Mezzane di Sopra, ca. 350 m über dem Meeresspiegel, Cru-Lage Macie, Süd-Lage. Der Boden ist mergelartig mit einem mittleren Anteil an Kalkgestein. Anbausystem: Einfache Guyot-Erziehung. Alter der Rebstöcke: 18 Jahre. Anbaudichte 4500 Rebstöcke pro Hektar. Die einfache Guyot-Erziehung, die Süd-Lage des Hanges und der mittlere Kalkgehalt des Bodens bringen die Trauben zu einer hervorragenden physikalischen Reife und somit zu einem Höchstmaß an Individualität, Konzentration und Reichhaltigkeit. Die Trauben werden Ende Oktober gelesen, sofern das Traubenmaterial seine volle Reife hat und die Tag-Nacht-Temperaturdifferenz im Oktober eine Fermentation über 15 Tage ohne künstliche Temperaturkontrolle zuläßt. Vollständige malolaktische Fermentation in Fässern aus Allier, danach weitere 24 Monate Alterung in neuen und alten Barriques. Stabilisierung durch Umfüllen ohne zu filtern.
Analytische Eigenschaften
Alkoholgehalt: 13,5 %, Restzuckergehalt: 0,96 gr/l, Säuregehalt: 6,0 gr/l, Gesamter Trockenextrakt: 35 gr/l, Cuvee: 80 % Corvina, 20 % Rondinella und Croatina. Flaschengröße 750 ml.