| Bestseller |
| 01. |
|
| 02. |
|
| 03. |
|
| 04. |
|
| 05. |
|
| 06. |
|
| 07. |
|
| 08. |
|
|
|
| » » |
Der Valpolicella Superiore - der kleine Bruder des Amarone
Die Region des Valpolicella schlummerte jahrzehntelang in einer Art Dornröschenschlaf, während andere Weingebiete Italiens, allen voran die Toskana und das Piemont, sich anschickten internationale Karriere zu machen. Seit den 80 er-Jahren allerdings werden auch im Veneto, insbesondere im Valpolicella-Gebiet, große Anstrengungen unternommen, Qualitätsweine zu produzieren. Man besinnt sich wieder auf alte, über Generationen hinweg überlieferte, Vinifizierungsverfahren:
1. Der Valpolicella Superiore wird nach Pressung und Gärung in Barriques oder traditionellen großen Holzfässern ausgebaut.
2. Der Valpolicella Superiore wird einem kurzen Appassimento (Antrocknen der Trauben) von wenigen Wochen unterzogen, bevor er weiterverarbeitet und im Holz ausgebaut wird. Diese Art des Appassimento, bei der die Trauben nur für kurze Zeit getrocknet werden, bezeichnet man auch als sogenannte "Sveglia"-Methode. Svegliare bedeutet Aufwecken. Da die Trauben nicht systematisch durchgetrocknet werden (siehe Amarone), sondern der Vorgang vorzeitig abgebrochen wird. Die Trauben werden sozusagen "aufgeweckt", bevor der Wein im Holz weiter ausgebaut wird.
3. Der Valpolicella Superiore wird nach Pressung und erster Gärung nochmals auf dem Trester des Amarone oder des Recioto weitervergoren, bevor er im Holz ausgebaut wird. Diese alte Technik wird auch als Ripasso-Verfahren oder fermentazione doppia bezeichnet.
Während die Großbetriebe der Region an diese Entwicklung größtenteils nicht teilgenommen haben, machen sich immer mehr kleinere Winzereien auf, den Ruf der Region aufzupolieren. Diese neue Generation von Valpolicella Superiore - Weinen kann sich getrost der Konkurrenz aus der Toskana und dem Piemont stellen. Der heutige Valpolicella Superiore, meist eine Cuvée aus Corvina, Molinara und Rondinella, zeigt sich in vielen unterschiedlichen Interpretationen.
Sein Grundcharakter jedoch ist unverkennbar. Sein Gewand ist fruchtig und kirschig. Die warmen Fruchtaromen werden abgerundet durch frische Gewürz-, Kräuter-, Blumen- oder Tabaknoten gepaart mit sehr weichen Tanninen. Im Abgang dann die terroir-typische Bittermandelnote aus der Corvina-Traube. Der typische Valpolicella Superiore zeichnet sich durch völlig fehlende Adstringens aus, was ihn zu einem interessanten Gegengewicht zu den typischen Toskanaweinen macht.
Mit seinem sehr deutlichen und je nach Interpretation bisweilen auch leichtfüßigen Charakter ist er der ideale Begleiter von typischen Vorspeisen-/ Primi-Gerichten wie etwa Pasta mit Thunfischsugo oder Kaninchenragout aber auch zu leichten Hauptgerichten / Secondi wie etwa Saltimbocca alla romana, hellen Fleischgerichten aus Huhn, Kalb, Kaninchen oder auch zu geschmortem Wild.
Die Fassreife, manchmal auch in kleinen Barriques, verhilft diesem vielseitigen Wein zu einer Lagerfähigkeit von bis zu 10 Jahren, in manchen Fällen sogar bis zu 15 Jahren. Darüber hinaus gewinnt er durch die Lagerung noch an Komplexität und Tiefe seiner Aromen.
|
 |
|
|
Werbung:
|